Transalp 2007 - vom Genfer See zum Alpsee bei Füssen
Tagebuch der Vorbereitung

16. März  2007    Saisonbeginn

Die Winterdepression neigt sich dem Ende zu. In einer Woche beginnt endlich die Sommerzeit und das heißt, dass es nach der Arbeit noch lange genug hell ist, um noch eine Ausfahrt machen zu können. Der Höhepunkt der Gewichtskurve ist damit endlich erreicht. Ab jetzt geht es wieder bergab in Richtung 80 kg. Ein weiter Weg liegt bis dahin noch vor mir.

Trotz aller bisherigen Niederlagen und Rückschläge haben wir unser großes Ziel immer noch nicht aus den Augen verloren:

einmal im Leben möchten wir es schaffen, eine echte Alpenüberquerung zu machen, d. h. von einem Rand der Berge zum anderen zu fahren, ohne dabei Hilfsmittel wie Bahn oder Bus zu benutzen. Im fünften Jahr unserer Laufbahn soll es endlich klappen.

Die letzten Tage habe ich schon Einiges gestöbert und bin stundenlang über unserem Kartenbestand gesessen. Ein allererster Routenentwurf ist dabei bereits herausgekommen:

Von Genf könnte es auf die Südseite des Montblanc und weiter quer durch das Gran Paradiso-Gebiet in das Aostatal gehen. Von dort läuft die Strecke quer über die oberitalienische Seenplatte bevor sie auf Höhe des Gardasees nach Nordosten abschwenkt. Nach Querung der Dolomiten und der Hohen Tauern könnten wir am Ende in Berchtesgaden stehen. Vielleicht machen wir aber auch etwas ganz anderes

 

18. März  2007    Fahrradschrott

Gestern hat Elisabeth ihr Scott wieder zurückbekommen. Die komplette Hinterbauschwinge war vor zwei Wochen Opfer eines kleinen und unscheinbaren Astes geworden. Durch geschicktes Einfädeln in das Schaltwerk hatte dieser es geschafft, sowohl das Schaltwerk um 90 Grad zu verbiegen, als auch das Schaltauge auszureißen. Da das Schaltauge am Scott direkt im Rahmen liegt, war dieser damit auch hinüber.

 

20. April 2007    Enningalm bei Garmisch

Am letzten Sonntag waren wir das erste Mal nach der Winterpause auf Tour. So früh im Jahr wie nie zuvor. Von Winter war in den Bergen nicht mehr viel zu sehen. Weiß sind die Hänge nur noch nordseitig und oberhalb von etwa 1700 Metern. Dennoch waren hinter der Enningalm bei Garmisch in der Abfahrt noch einige Schneepasagen zu durchwühlen bevor wir den trockenen Teil des Wanderweges in Angriff nehmen konnten.

Während ich für die äußerst zäh verlaufende Auffahrt über den langen Forstweg noch eine einfache Erklärung habe (115 Kilogramm Gesamtgewicht der bemannten Ausrüstung, fehlt mir diese für die Wackelei bei der Abfahrt. Es wird Zeit, auch wieder etwas für die Fahrtechnik zu tun.

 

30. April 2007    Tegestal und Dirstentrittkreuz

Gestern haben wir tatsächlich schon die zweite Tour im April hinter uns gebracht. Die Auffahrt ins Tegestal am Fernpass verdiente diesmal tatsächlich diese Bezeichnung. Der Weg war offenkundig kurz zuvor mit einer Planierraupe von allem losen Geröll bereinigt worden und damit ausgesprochen griffig. Während wir so den ersten Teil bis zum Ende des Forstweges noch recht gemütlich hinter uns bringen konnten, wurde unser Fahrfluss auf dem nordseitig verlaufenden Pfad zum Dirstentrittkreuz bald durch kurze Schneefelder unterbrochen. Vereinzelte Fuß- und Reifenspuren zeigten uns, dass dieses Jahr noch nicht allzu viele Fahrradfahrer hier durchgekommen waren.

Zu unserem Erstaunen wuchs die Höhe der Schneedecke mit jedem Meter den wir weiter nach oben kamen noch etwas an. Unerwartete Sondierungen der Schneetiefe mit den einbrechenden Füßen ergaben meinerseits, dass mindestens nach ein Meter Schnee vorhanden war. Erst kurz vor dem höchsten Punkt und dem damit verbundenen Wechsel auf die Ostseite des Berges konnten wir die weiße Pracht mit durchnässten Schuhen wieder verlassen. Die Abfahrt hingegen war bei schönstem Wetter in bestem Zustand.

 

05. Mai 2007    Bikepark Oberammergau

Den Feiertag am 1. Mai haben wir kurz entschlossen dazu genutzt, etwas später aufzustehen und uns einen gemütlichen Tag in Oberammergau zur dringend erforderlichen Stärkung unserer wenig ausgeprägten fahrtechnischen Fähigkeiten zu machen.

Der Bikepark hatte seit dem letzten Wochenende geöffnet und auf seiner Homepage darauf hingewiesen, dass wegen der anhaltenden Trockenheit beste Bedingungen herrschten.

Bis wir um elf Uhr endlich startklar an der Talstation standen, waren bereits mindestens hundert Kollegen im Bikepark unterwegs.

Wie auch im letzten Jahr, hatten wir auch diesmal schon Einiges damit zu tun, um mit unseren Tourenrädern halbwegs schadfrei nach unten zu kommen. Elisabeth ist dies leider nicht so ganz gelungen. Ein ihr bereits von unserem ersten Besuch bekannter Baum im Ausrollbereich einer heftigen Wurzelpassage sorgte auch diesmal für eine stattliche und farbenfrohe Prellung am rechten Bein.

Ein ähnlich beeindruckendes Gebilde erhielt sie außerdem noch auf der Sitzfläche bei ihrem ersten und vermutlich auch langfristig letzten Versuch, mit dem Schlepplift nach oben zu fahren. Zuerst hatten wir eine Viertelstunde gewartet, um endlich einmal zu sehen, wie das Fahren mit dem Schlepplift überhaupt funktioniert. Leider war in dieser Zeit kein einziger Kollege dazu bereit, uns als Vorbild zu dienen.

Unter den neugierigen Blicken vieler Zuschauer, haben wir uns schließlich an den Einstieg gewagt. Nachdem ich dem von mir auserwählten Versuchskarnickel den Bügel untergeschoben hatte, konnte es sich fast zehn Meter auf dem Rad halten. Auf einer Holzrampe war jedoch mit einem spektakulären Abgang Schluss.

Vorläufig dürfte damit erst einmal wieder eine Trainingspause fällig sein. Aber wir haben ja noch alle Zeit der Welt.

 

28. Mai 2007   Hausverbot im Bikepark Lenggries

Vorgestern sind wir von Benediktbeuren zu unseren dritten diesjährigen Vorbereitungstour gestartet. Entlang der Nordseite der Benediktenwand haben wir schließlich nach einigem Auf und Ab das obere Ende eines Schleppliftes erreicht, der zu den Bergbahnen am Brauneck in Lenggries gehört.

Unübersehbar für uns befand sich dort auch die Einfahrt in den Bikepark Lenggries, von dem wir im Internet schon gelesen hatten. Da nicht übermäßig viel Betrieb zu sein schien, waren wir bald dazu entschlossen, die Strecke auszuprobieren. Wir nahmen uns auch gleich vor, im Falle einer positiven Beurteilung am nächsten Wochenende einmal für einen Trainingstag hierher zu fahren. Offenkundig ist es nicht verboten, die Strecke ohne Liftkarte zu benutzen. Zumindest fehlt eine entsprechende Beschilderung.

Fünf Minuten später stelle ich mein Rad neben der Talstation ab, da ich mich erkundigen möchte, wann der Bikepark geöffnet ist. Elisabeth lässt noch auf sich warten, da sie schnelleren Abfahrern den Vortritt gelassen hat. Sie fährt gerade ebenfalls ein, als der junge Mann, der den Zugang zum Lift kontrolliert, auf uns zukommt.

Er erklärt uns kurz und bündig, dass wir hier nicht so einfach durch die Gegend fahren können. Mit Hinweis auf die zu gemächliche Fahrweise von Elisabeth macht er uns unmissverständlich klar, dass wir ja nicht noch einmal hier fahren sollten.

Die Frage nach den Nutzungsmodalitäten erübrigt sich damit für uns. Mit dem Hausverbot in der Tasche machen wir uns mit gesenkten Häuptern auf den Weiterweg. 

Wahrscheinlich hatten wir bei unseren bisherigen Trainingstagen in den Bikeparks in Oberammergau und Hindelang bislang nur das Glück, nicht beim Schlechtfahren erwischt zu werden. Bei beiden Parks kann man die Strecke nämlich von der Talstation kaum einsehen. Es ist damit auch nicht zu erkennen, wenn einer nicht gut genug fährt.

Nach diesem moralischen Tiefschlag schleichen wir mehr recht als schlecht entlang der Südseite der Benediktenwand wieder zurück in westliche Richtung und erreichen über die Tanneralm das Pessenbacher Joch. Über einen teilweise sehr gut, aber auch extrem grob geschotterten Karrenweg kommen wir hinunter nach Pessenbach. Mit Hilfe eines Wanderweges und einiger weiterer Höhenmeter gelangen wir am frühen Abend wieder zu unserem Auto am Freibad in Benediktbeuren.

 

06.06.2007   1. Tag - Ötztal-Trail

Am Mittwochvormittag erreichen wir um kurz nach zehn Uhr den Eingang des Ötztals. Die Suche nach einem für mehrere Tage geeigneten Parkplatz stellt uns jedoch bald vor ausgewachsene Probleme. Wir kurven fast eine Stunde im weiten Umkreis durch die Gegend, bis wir schließlich wieder im Inntal landen und unser Auto in der Ortschaft Ötztal-Bahnhof abstellen können ohne gegen irgendein Verbot zu verstoßen.

Die gut zweistündige Fahrt habe ich in meiner Funktion als Beifahrer dazu genutzt, die Juni-Ausgabe der Alpenvereinszeitschrift Panorama zu studieren. Auf Seite 116 bin ich dabei auf einen interessanten Artikel zum Thema Alpenüberquerung mit dem Rad gestoßen. Der Autor Traian Grigorian gibt eine klare Definition dieses zentralen Begriffes:

„Tourenvorschläge, bei denen man irgendwo im Gebirge startet und wieder endet, mögen zwar auch Alpendurchquerungen sein, aber eben keine –überquerungen. Den Unterschied spürt man mental stärker als man glauben mag, denn die kontinuierliche Veränderung der Landschaft, vom sanften Beginn der Vorberge über die höheren Ketten des Zentralalpenkammes bis zu den südländisch anmutendenden Ausläufern erfährt man nur auf einer vollständigen Überquerung. Auch sollte die Route möglichst logisch und direkt in Zielrichtung verlaufen. Unnötige Schlenker, nur um noch einen Pass mehr „abzuhaken", unterlaufen die Sinnhaftigkeit einer Alpenüberquerung."

Wieder einmal bestätigt dies meine immer schon gehegten Selbstzweifel. Eine echte Alpenüberquerung ist und bleibt das einzig wahre Ziel und das haben wir bislang noch nicht erreicht. Ich wusste allerdings bisher nicht, dass Alpenüberquerungen nur in der Nord-Süd-Richtung gelten.

Was wir für die nächsten Tagen vorhaben ist allerdings gemäß Herrn Grigorian allerunterste Kategorie und ohne jede Sinnhaftigkeit. Wir fahren einfach kreuz und quer durch die Alpen und unser Ziel ist das eigene Auto.

Wir hören gerade das Mittagsläuten als wir die ersten Hundert Meter zurückgelegt haben. Die Strecke über den ausgeschilderten „Ötztal-Trail" ist abgesehen von einem Stück auf der Straße landschaftlich recht abwechslungsreich, dafür fahrtechnisch eher langweilig. Fast die gesamte Tagesetappe verläuft auf waldigen Forststraßen. Da es ein ständiger Wechsel zwischen Auf und Ab ist, ist die Fahrt wesentlich anstrengender, als es die mageren 900 Höhenmeter bis Sölden vermuten lassen.

Die Unterkunftssuche in Sölden gestaltet sich mit Hilfe der Touristeninfo recht problemlos, obwohl zu diesem Zeitpunkt noch ausgeprägte Nebensaison in dieser Touristenhochburg herrscht. Vor allem die Auswahl an offenen Speiselokalen ist Anfang Juni ausgesprochen eingeschränkt. Unsere Unterbringung im gemütlichen Urbanhof entwickelt sich auch Dank der sehr netten Wirtin ausgesprochen zufrieden stellend. Als sehr durchschnittlich würden wir jedoch die Gastronomie im Bäkelerwirt einstufen.

 

07.06.2007    2. Tag - Timmelsjoch

Trotz der für diese Jahreszeit unterdurchschnittlichen Schneelage ist nicht daran zu denken, einen Pass mit 3.000 Metern Höhe zu überqueren, da dafür eindeutig noch nicht die geeigneten Verhältnisse bestehen. Notgedrungen müssen wir also über das Timmelsjoch das Ötztal verlassen. Vom ebenfalls radelnden Mann unserer Wirtin haben wir auf Nachfrage erfahren, dass es am Timmelsjoch keine fahrbare Alternative zur Straße gibt. Der Wanderweg von der Passhöhe nach unten sei völlig ungeeignet für Mountainbikes-

Zum Warmfahren geht es erst einmal direkt von Sölden zur Gaislachalm hinauf und von dort über den auch hier nur noch sporadisch beschilderten Ötztal-Trail über Bodenegg in Richtung Zwieselstein zurück zur Hauptstraße.

Die Abfahrt von der Gaislachalm verdient erstmals die Bezeichnung Trail. Ein nicht sofort zu findender Pfad schlängelt sich gleich zu Beginn der Abfahrt nach unten. Obwohl die Abfahrt keine übermäßigen Schwierigkeiten bietet, nutzt Elisabeth die erste größere Geländestufe dazu, ihre bereits stark verblassten blauen Flecken aufzufrischen. Der recht nette Bergpfad führt uns durch abwechslungsreiches Gelände in den Talgrund und weiter über einen Forstweg in Richtung Zwieselstein.

Bereits an der Einmündung des Forstweges in die Straße hinter Zwieselstein haben wir eine ausgeprägte Wartezeit bis wir uns endlich in den schier unablässigen Strom von Motorradfahrern einzugliedern können. Zwangsläufig müssen wir die nächsten Kilometer bis zur Jausenstation Sahnestüberl auf dieser Strecke zurücklegen. Nervlich stark aufgewühlt durch den extremen Motorenlärm sind wir heilfroh, hier auf einen im Talgrund verlaufenden Wanderweg ausweichen zu können, der uns mit einigen kurzen Schiebepassagen im anfangs mit Kuhfladen verseuchtem Gelände direkt in den kleinen Ort Untergurgl bringt.

In Untergurgl beginnt die eigentliche Höllenfahrt hinauf zum Timmelsjoch. Diese Negativeinstufung rührt nicht etwa daher, weil die Strecke extrem steil oder die Gegend landschaftlich abstoßend wäre. Vielmehr dürfte es sich um ein spezielles Phänomen des verlängerten Wochenendes um den Feiertag Fronleichnam handeln. Dieser Tag dient sowohl praktizierenden Katholiken als auch deutschen Motorradfahrern dazu, in langen Prozessionszügen durch die Straßen zu ziehen. Die größte Veranstaltung dieser Art findet dabei alljährlich am Timmelsjoch statt. Auf hundert Motorräder kommen im Schnitt ein einziges Auto sowie 0,1 Rennradfahrer und 0,01 Mountainbiker. Pro Minute werden wir in den kommenden zwei Stunden bis zur Passhöhe von mindestens 20 leistungs- und emissionsstarken Boliden überholt. Allein an der Mautstation auf halber Höhe sind grob geschätzt 250 Maschinen inmitten eines Breis aus Abgasen und Motorenlärms versammelt.

Auf der nach zähem Ringen endlich erreichten Passhöhe sind wir uns sofort einig, dass wir nicht auch noch die Abfahrt in der Abgaswolke verbringen wollten. Zum Glück gibt es direkt den an der Passhöhe nach links abzweigenden Weitwanderweg E5 hinunter durch das Timmelstal und weiter in das Passeiertal. Entgegen dem Rat unseres Gastwirtes der letzten Nacht wollen wir uns selbst ein Bild von dieser Strecke machen.

Auf den ersten 250 Höhenmetern reichen unsere fahrtechnischen Fertigkeiten nur für wenige Zehner Meter Fahrstrecke aus, da Steilheit, Schneereste und Felsstufen uns an rollender Bewegung hindern.

Erst nach der Ruine einer Kaserne wird es wesentlich flacher und mit der einhergehenden Abnahme der durchschnittlichen Steingröße nehmen auch der Grad der Befahrbarkeit sowie das Fahrvergnügen rapide zu. Wir treffen keine Menschenseele auf diesem hübschen und trotzdem offenkundig selten benutzten Pfad. Im unteren Teil stellen hochgestellte Steinplatten, die das Wasser vom Weg ableiten sollen, eine zusätzliche und interessante Herausforderung dar.

Erst an der letzten kurzen Steilstufe weit unten im Tal müssen wir nochmals ein paar Minuten Schieben, was unser Vergnügen jedoch nur wenig trübt.

Nach nur wenigen hundert Abwärtsmetern auf der auch hier viel befahrenen Timmelsjochstraße zweigt erneut ein stark eingewachsener Wanderweg nach rechts ab, über den wir an einigen Almhütten vorbei bald den Talgrund des Passeiers erreichen. Wir treffen hier tatsächlich einen mit großem Rucksack beladenen Mann, der auf dem E5 ebenfalls talwärts unterwegs ist.

Über Forstwege und kleine Nebensträßchen erreichen wir schließlich das Dorf Moos, wo wir auch übernachten wollen. Elisabeth stellt beim Abklappern der beiden zur Verfügung stehenden Gasthäuser jedoch bald fest, dass uns Motorradfahrer zuvorgekommen sind, die alle Übernachtungskapazitäten in Beschlag genommen haben. Notgedrungen greifen wir noch die 300 Höhenmeter hinauf nach Stulls an und finden dort im Stullerhof eine perfekte Unterkunft im Drei-Sterne-Hotel.

 

08.06.2007     3. Tag - Rinnerscharte

Nach einem hervorragenden Frühstück und einer ausgiebigen Unterhaltung mit dem Chef des Hauses über meine Erfahrungen mit der Radmarke Red Bull starten wir etwas spät in Richtung unseres ersten heutigen Ziels, des Jaufenpasses. Zuerst halten wir uns wieder an den Weitwanderweg E5, der uns auch bald eine kurze Schiebepassage bergab und auch sehr schöne Streckenabschnitte beschert. Nach einer knappen Stunde erreichen wir die Jaufenpassstraße direkt am „Currytempel in der Südkurve".

Die nächsten 3 Kilometer lässt sich eine Benutzung der Straße leider nicht vermeiden. Im Vergleich zum Timmelsjoch herrscht hier jedoch fast himmlische Ruhe. Nur gelegentlich ziehen Motorräder vorbei. Bald nach einem kleinen Tunnel folgen wir einer nach links zeigenden Beschilderung des Alpenvereins Südtirol in Richtung Römerkehre, der letzten Kurve der Straße zum Jaufenpass. Von dort wollen wir das letzte Stück zur Passhöhe wieder auf der Straße zurücklegen.

Erst weit oben im offenen Almgelände, bereits in Sichtweite der Flecknerhütte, verlieren wir irgendwie die Orientierung und damit auch den richtigen Weg. An einer kleinen Almhütte ist die letzte Wegmarkierung, jedoch kein klarer Richtungshinweis. Statt links auf dem Karrenweg hätten wir hier wahrscheinlich gerade aus durch die Wiese weitergehen müssen.

Schließlich bleibt uns bald nichts anderes übrig, als querfeldein über die steilen Wiesenhänge nach oben zu steigen. Etwas weit ab von der eigentlichen Route kommen wir endlich auf den Almweg, der uns wieder bergab zur Flecknerhütte führt.

Da wir ohnehin ziemlich weit vom Jaufenpass entfernt sind, entschließen wir uns dazu, den auf unserer Karte eingetragenen Wanderweg über die nahe liegende Rinnerscharte zu nehmen, um auf die andere Seite der Bergkette zu gelangen. Der nur anfangs schmale Weg ist gut zu fahren und führt quer durch das Pistengebiet direkt hinüber zum Jaufenhaus, dass sich ein ganzes Stück unterhalb der Passhöhe befindet. Wir rollen schnell an dieser von Porsche- und Motorradfahrern bestens besetzten Raststätte vorbei, um auf den dahinter liegenden Wanderweg zu kommen.

Der durch grüne Wiesen und Alpenrosenfelder verlaufende Pfad entlang des breiten Bergkammes führt uns mit geringem Gefälle in östliche Richtung, bevor er nach Norden abzweigt und bald zu einem recht steilen und anfangs sehr holprigen Weg wird, der letztendlich am Gasthaus Kalch endet. Auf der Sonnenterrasse genehmigen wir uns Apfelstrudel und Capucchino.

Direkt hinter dem Gasthaus zeigt ein Pfad weiter steil nach unten und bietet nach einem Blindflug durch eine große Bergwiese mit mannshohem Gras hübsche Passagen im anschließenden Wald. Wir erreichen bald ein kleines Asphaltsträßchen und folgen diesem wieder in östliche Richtung bis zum Abzweig zur Burgruine Reifenegg. Der hier ansetzende und unscheinbar wirkende Pfad stellt den fahrtechnischen Höhepunkt des heutigen Tages dar. Der Weg ist teilweise etwas eingewachsen. Mit seinen vielen Kurven, kleinen Stufen und Bachdurchqerungen bietet er alles, was man sich wünschen kann und endet direkt am Ortsrand des Dorfes Stange.

Den Rest des Tages verbringen wir überwiegend auf Asphalt. Wir queren Sterzing am Südrand und kommen unter ständiger Bedrohung durch Gewitterwolken über Prad in das Pfitscher Tal. Am Ende nehmen wir die Nebenstrecke nach Tulfer und kurz vor Erreichen des Ortes einen wunderschönen Wanderweg, der uns in den hoch gelegenen Teil des Pfitscher Tals und damit in das Hotel Alpenrose in Kematen führt.

Trotz der zahlreichen hier abgestellten Motorräder bekommen wir ein kleines aber ordentliches Zimmer, ein gutes Abendessen und nachts nur wenig Ruhe, da die Motorradfahrer zwar Schnitzel und Bier, jedoch offenkundig keinen Schlaf benötigen.

 

09.06.2007    4. Tag - Pfitscherjoch

Die heutige Auffahrt zum Pfitscher Joch greifen wir ganz gemütlich an. Auf halber Strecke nach oben führen wir den Großteil des bereits in Sölden gekauften Brotes einer hoffentlich sinnvollen Verwertung zu, da wir die wenig geschmackvolle Teigware auch mit Hilfe des besten Käses nicht mehr hinunterwürgen können. Wir dekorieren die Rückseite eines großen Ameisenhaufens mit dem zu entsorgenden Material und begeistern uns anschließend an der Geschäftigkeit der Ameisen. Wir sind uns allerdings nicht sicher, ob sie nur versuchen, die ekligen Störkörper von ihrem Bau zu entfernen. Zwei Scheiben behalten wir als eiserne Reserve.

Es ist bereits kurz vor Mittag, als wir an der Passhöhe auf zwei Tourenskifahrer treffen, die ihre Ski allerdings auf den Rucksack geschnallt haben. Der Schnee liegt hier erst sehr viel höher.

Die Abfahrt zum Schlegeisspeicher ist recht einfach und führt uns ohne Schiebestrecke an ausgesprochen zahlreich entgegen kommenden Wanderern und ersten Alpenüberquerern vorbei zum Kiosk oberhalb des Sees. Wie bereits vor vier Jahren, als wir hier in der Gegenrichtung unterwegs waren, leisten wir uns eine Buttermilch, die hier zum Liebhaberpreis feilgeboten wird. Ein freundliches, vermutlich nicht ganz ernst gemeintes Hinweisschild am Kiosk weist darauf hin, dass Hunde und Kinder nicht vergleichbar sind.

Immer wieder kommen schwer bepackte Radfahrer vorbei, die weiter zum Pfitscher Joch fahren. Die Saison der großen Überquerungen hat offenkundig bereits begonnen.

Direkt an der Staumauer führt ein Pfad mit der Zielangabe Breitlahner nach unten zum Auslauf des Stausees. Bis auf einige kurze Passagen mit für uns zu engen Kurven bzw. etwas zu großen Steinen, die sich auch noch unter einer Krautschicht befinden, ist der schmale und stets gut eingewachsene Steig im Schatten der riesigen Mauer perfekt zu fahren und hebt unsere nachmittägliche Laune ganz erheblich an.

An der Tunnelumfahrung oberhalb des Gasthauses Breitlahner kollidieren wir um ein Haar mit einer Kreuzotter, die sich hier mitten auf dem Weg sonnt. Bevor ich jedoch zu einem Fotoshooting ansetzen kann, wird es der schön gefärbten Schlange zu bunt und sie verschwindet im dichten Gras.

In der größten Nachmittagshitze kämpfen wir uns den Gegenanstieg hinauf nach Finkenberg und besteigen dort kurzerhand die Seilbahn, die uns weiter zum Penkenjoch bringt. Sehr entspannt erreichen wir den höchsten Punkt der Seilbahn und nehmen nach einer letzten Brotzeit auch die letzte Auffahrt in Angriff.

Wir queren vom Penkenjoch über eine geschotterte Autobahntrasse hinauf zur Wanglalm und erreichen weit oben am Berg querend über einen Wanderweg das Skigebiet Lämmerbichl. Fußgänger sind hier einerseits wegen der fortgeschrittenen Tageszeit und andererseits wegen der drohenden Gewitterwolken nicht mehr unterwegs.

Obwohl wir anschließend über eine weitere Forstautobahn mit heißen Bremsscheiben weit oberhalb von Lanersbach das Sträßchen hinauf zum Geiseljoch erreichen, so ist es bereits zu spät, um diesen Pass heute noch zu bewältigen. Notgedrungen bremsen wir auch die restlichen 350 Höhenmeter hinunter ins Tal.

Erst nach einigem Suchen finden wir eine Unterkunft im recht luxuriösen Hotel Forelle. Die meisten Häuser haben um diese Jahreszeit noch geschlossen.

 

10.06.2007    5. Tag - Geiseljoch - Ende der 5-Tages-Tour

Wir rollen in der bereits schwülen Morgenluft nach einem opulenten Frühstück wieder auf der gestrigen Strecke hinauf und gewinnen trotz der schwer lastenden Magenfüllung angenehm zügig an Höhe. Zweieinhalb Stunden nach dem Start kommen wir ohne weitere Schwierigkeiten an der Passhöhe an. Nur wenige Wolken trüben die Aussicht auf das Karwendel auf der einen Seite und die Zillertaler Alpen auf der anderen Seite.

Trotz der Ankündigung einer Schiebestrecke für Mountainbikes zieht mit geringem Gefälle ein glatter und ausgesprochen breiter Weg in Richtung Norden. Er ist bestens geeignet, um ohne fahrtechnische Anforderungen sehr gemütlich nach unten zu rollen.

 Die weitere Abfahrt hinunter über die noch geschlossene Weidener Hütte und weiter in Richtung Inntal zieht sich anfangs über Forststraßen und später Asphalt schier endlos in die Länge. Immer wieder kommen uns andere Radler entgegen. Wir sind froh, in dieser Hitze nicht ebenfalls nach oben zu müssen. Die Auffahrt vom Inntal bis hinauf zum Geiseljoch ist wirklich ausgesprochen großzügig dimensioniert. Am Ende der Mittagspause verwöhnen wir auch die österreichischen Ameisen und spendieren ihnen unsere eiserne Brotreserve, um die es wirklich nicht schade ist.

In Wattens überqueren wir die Autobahn und erreichen damit den Bahnhof. Das Ende unserer kleinen Tour ist nach 263 Kilometern erreicht. Gut 8 Kilometer davon entfallen auf die vertikale Distanz. Unerwartet schöne Wege an Timmelsjoch, Jaufenpass und Pfitscher Joch haben einen nachhaltig positiven Eindruck bei uns hinterlassen und uns auch bezüglich Motorradfahrern und ihrem epidemieartigen Auftreten wieder milde gestimmt.

Zwei Stunden später sehen wir auch unser glücklicherweise im Schatten geparktes Auto wieder und gönnen uns später noch ein gemütliches Abendessen zuhause im benachbarten Biergarten.

 

17.06.2007    Nassereither Alm und Marienbergjoch

Nach der letzten 6-Tage-Arbeitswoche brauchen wir an diesem Sonntag endlich wieder Bewegung. Mit reichlich Verspätung infolge eines Radioweckers ohne Programmempfang starten wir an diesem strahlend schönen Tag mit dem Auto zum Nordhang des Fernpasses.

Schon das zweite Mal in diesem Jahr parken wir am Weissensee bei Biberwier. Heute wollen wir jedoch nicht schon wieder über die Via Claudia den Fernpass überqueren, sondern hinauf zur Nassereither Alm. Ein breiter Forstweg führt in recht gemütlicher Steigung nach oben.

Die Alm ist derzeit nur eine Baustelle und außerdem menschenleer. Aus der geplanten Brotzeitpause auf einer gemütlichen Hüttenterrasse wird ein zweites Rucksackfrühstück auf einem Kieshaufen vor der Hütte.

Der Weiterweg in Richtung Süden gestaltet sich etwas verwirrend, da meine etwa 30 Jahre alte Alpenvereinskarte ein Wegenetz enthält, das nur noch für Historiker und Archäologen von Interesse sein dürfte. Auch wenn nur sporadisch Wegweiser vorhanden sind, so finden wir doch irgendwann den Abzweig von der Forststraße hinunter nach Nassereith. Vorsichtshalber haben wir uns heute Schienbeinprotektoren mitgenommen, da wir im Moser-Bikeführer gelesen haben, dass die Abfahrt etwas steinig sei.

Tatsächlich kommen wir bald an ein ziemlich felsdurchsetztes Teilstück, das wir allerdings großteils zu Fuß zurücklegen müssen. Zum Glück für uns dauert dieser Abschnitt jedoch nicht besonders lange. Der Rest hinunter erfordert wegen Steinen, Wurzeln und Gefälle zwar eine Portion Aufmerksamkeit, belohnt uns dafür jedoch mit einer sehr vergnüglichen Fahrstrecke im lichten Wald. Vermutlich sind wir allerdings völlig falsch gefahren, da im Moser eine Schiebestrecke von mindestens 350 Höhenmetern angegeben war. Mit unseren zehn Gehminuten sind wir offensichtlich falsch gefahren.

Ein Forstweg, den wir etwas oberhalb von Nassereith erreichen, bringt uns über Aschland hinauf zur Auffahrt Richtung Marienbergalm. Eine weitere Stunde später sitzen wir ordentlich durchgeschwitzt auf der Sonnenterrasse der Alm. Spezi und Apfelstrudel bauen unsere bereits nachlassenden Kräfte wieder auf. Nach einer letzten kurzen Auffahrt zum Marienbergjoch wollen wir statt der breiten nach unten weisenden Forststraße lieber einen Nebenweg fahren. Meine Alpenvereinskarte bietet dafür auch mehrere Möglichkeiten an. Bei einem Pfad sieht es in der Karte so aus, als ob dieser in gemütlichem Gefälle und weit ausholend nach unten führt.

Auf Anhieb finden wir allerdings den dazugehörigen Abzweig nicht, da es den heutigen Forstweg vor 30 Jahren anscheinend noch nicht gab. Schließlich entdecken wir jedoch eine Hinweistafel. Wir folgen dem anschließenden Pfad durch eine begeisternde Landschaft mit einem Wechsel aus Fahren und Schieben meist leicht bergauf und treffen unterwegs sogar zwei Wanderer. Gelegentlich auftauchende Schautafeln erläutern uns die Geschichte des Bergbaus in diesem Teil Tirols.

Wegen der Regenfälle der letzten Nacht ist die später erwartungsgemäß auch abwärts durch den Wald führende Strecke über viele Felsstufen und Wurzeln teilweise etwas rutschig und für uns immer wieder auch zu schwer. Gelegentliche Reifenspuren zeigen uns jedoch, dass vor uns jemand etwas mehr im Sattel geblieben ist. Nach einem alten Bergwerksstollen wird die Strecke etwas einfacher und selbst mit unseren bescheidenen Fähigkeiten zu einem begeisternden Erlebnis. Bis wir kurz vor Biberwier wieder auf einen Forstweg treffen sind wir satt und zufrieden.

Wir haben zwar heute wohl nicht ganz die vorgesehene Strecke hinunter nach Nassereith gefahren, aber das können wir ja gelegentlich immer noch nachholen. Dazu muss ich mir allerdings erst einmal eine bessere Landkarte oder den Moser besorgen.

 

15.08.2007    Mariä Himmelfahrt (Feiertag in Bayern) - noch 10 Tage bis zum Start der diesjährigen Fahrt

Neben mir steht eine Kiste mit etwa 20 Landkarten auf dem Schreibtisch, die so ziemlich die gesamte Gegend zwischen dem Genfer See und Südtirol abdeckt. Wegen des Gesamtgewichts von 2,5 kg kommt es allerdings nicht in Frage, diese Karten mitzunehmen. Seit Wochen versuche ich immer wieder, irgendeine vernünftige Strecke durch Oberitalien aus den Karten herauszufiltern. Irgendwie fehlt mir aber der Antrieb, um die Planung voranzubringen. So wie es jetzt aussieht, werden wir das Experiment vom Vorjahr in der Schweiz auf Italien ausdehnen. Dies bedeutet, dass wir nur die grobe Richtung wissen und die Details vor Ort nach Lust, Laune, Wetter und lokalen Gegebenheiten auf uns zukommen lassen. Wir werden auch diesmal nur eine Übersichtskarte sowie die Passliste aus der Zahnfibel einstecken. 

Seit gestern sind wir uns einig, dass wir in Genf starten. Um gleich zu Tourbeginn zu testen, ob uns die Götter günstig gestimmt sind, werden wir versuchen, mit der Bahn anzureisen.

In den zurückliegenden vier Wochen sind wir beide fast in Arbeit erstickt, so dass wir keine Gelegenheit zu Radtouren hatten. Unsere letzte richtige Ausfahrt liegt schon einen Monat zurück. Wir waren wieder einmal für ein paar Tage in der Gegend um Briancon. Wie in den Vorjahren hatten wir auch diesmal ein paar neue Strecken unter den Rädern. Diesmal hatten wir allerdings eine Premiere. Auf einer Tour im italienischen Grenzgebiet haben wir gleich 6 andere Radler an einem einzigen Tag getroffen. Mit einem derartigen Massenandrang hatten wir es bislang dort noch nie zu tun. Die anderen Tage waren allerdings wie immer (menschenleer).

Da sich einige Strecken auch gut dazu eignen, sie in eine größere Durchquerung einzubinden, werden wir diese baldmöglichst in unsere Liste der Westalpenpässe aufnehmen (u. a. Col Chamoussiere, Col Mallemort, Col Gypiere, Col de Moussiere, Col Serenne).

Auf Tour

Vom 25. August bis zum 16. September 2007 waren wir unter großräumiger Umgehung der kürzesten Verbindung zwischen Genf und Füssen unterwegs.


km,

! Punktzahl des Tracks ist auf max. 1.000 reduziert, so bleibt noch Raum für die eigene Fantasie !

 

Stationen der Tour

Genf - Thorens-Glieres - Col de Glieres - Col d´Aravis - Col Saisies - Beaufort - Col de Pre - Cormet de Roselend - Petit St. Bernhard - Valsavarenche - Col Lauson - Finestra Champorcher - Aostatal - Colle della Balma - Oropa - Colle della Colma - Bocchetta di Sessera - Bocchetta della Boscarola - Omegna - Verbania - Porto Ceresio - Como - Monte Ponciv - Bellagio - Bellano - Introbio - Passo del Camisolo - Valtorta - Monte Avaro - Val Mora - Carona - Passo degli Laghi Gemelli - Passo Manina - Schilpario - Passo del Gato - Passo del Venerocolo - Passo di Aprica - Forcellina di Montozo - Male - Mendelpass - Bozen - Rittner Horn - Fortscheller Scharte - Penserjoch - Gossensaß - Sandjöchl - Innsbruck - Leutasch - Ehrwald - Füssen

 

22.09.2007    Wir sind zurück - aber leider nicht Alle

Elisabeth und ich sind seit dem letzten Sonntag wieder gesund und wohlbehalten zuhause. Dies gilt leider nicht für einen unseren Begleiter auf der diesjährigen Tour.

Elisabeth hat ihr seit über 30 Jahren treu dienendes Schweizer Offiziersmesser am Rastplatz unserer Mittagspause auf der Westseite im Anstieg zum Finestra  Champorcher inmitten einer Almwiese liegen lassen. 

Wir wissen allerdings ganz genau, an welcher Stelle es liegt. Wer dort vorbei kommt, wird dringend gebeten, eine Minute zu opfern, um das Leben dieses alten Familienerbstückes zu retten.

Lage des Offiziersmessers:

Erste Linkskehre nach dem Pistenabzweig zur Alpe Ponton nach links über Brücke auf einer Höhe von ca. 2380 m ü. NN. Etwa fünf Meter vom äußeren Kurvenrand entfernt befinden sich etwas unterhalb der Piste auf einer Höhe drei Eingänge von Murmeltierenbauten jeweils in einem Abstand von ca. 10 Metern. Etwa 2 Meter oberhalb des mittleren Eingangs haben wir unsere Brotzeit abgehalten. Dort liegt das rote Messer mit zwei Klingen, Schere, Feile, Korkenzieher und Dosenöffner.

Auch wenn diese Katastrophe zweifelsfrei einen langen und dunklen Schatten auf unsere diesjährige Tour wirft, werden wir versuchen, auch diesmal wieder einen Bericht zusammenzustellen. Mehr Informationen dazu kommen in den nächsten Wochen.

Teil 1 
Vom Genfer See zum Gran Paradiso

Tag 01 
- Starthilfe für die Deutsche Bahn

Tag 02 
- Mit Bahn und Rad nach Genf

Tag 03 
- Elende Hitze und Kondition

Tag 04 
- Crash in die Hotelterrasse

Tag 05 
- Mittagsschlaf im Müllcontainer

Tag 06 
- Auf Asphalt zum Streichelzoo

Tag 07 
- Steine und Böcke ohne Ende

Tag 08 
- Drama am Loch 2

Teil 2 
Im Vorland des Monte Rosa

Tag 09 
- Pilgerfahrt auf historischem Pfad

Tag 10 
- Wälder ohne Ende

Tag 11 
- Schnäppchenjagd im Tier-Supermarkt

Tag 12 
- Mit Nussstängeli gegen den Föhnsturm

Teil 3 
Das extraharte Gebirge bei Bergamo

Tag 13 
- Mit dem Schiff zur Rifugio Grassi

Tag 14 
- Viel Höhenmeter, wenig Raumgewinn

Tag 15 
- Mehr Höhenmeter, weniger Raumgewinn

Tag 16 
- Jahresbestleistung im Schieben und Tragen

Tag 17 
- Der junge Rekord gerät in Gefahr

Teil 4 
Im Eldorado des Alpenüberquerers

Tag 18 
- Ohne Rekorde geht es einfacher

Tag 19 
- Transfertag mit vile Asphalt und Äpfeln

Tag 20 
- Das Königreich des deutschen Rentners

Tag 21 
- Winter in Sicht

Tag 22 
- Schreckliche Fahrt auf heißem Asphalt

Tag 23 
- Versöhnliches Ende

Tag 24 
- Ein Gespenst kehrt zurück

Fazit und Statistik

Wie war es? 
- Zahlen, Fakten, Meinungen